Kennst du das?  

Du bist hin- und hergerissen und kannst keine Entscheidung treffen. Du kommst immer wieder an den gleichen Punkt, der sich gar nicht gut anfühlt. Deine Gedanken bewegen sich im Kreis und lassen dir keine Ruhe. Dann ist es höchste Zeit, dir Klarheit zu verschaffen und den Beobachter zu aktivieren. 

Warum ist der Beobachter so wichtig?  

Der Beobachter erlaubt dir, bewusst eine andere Haltung gegenüber deinen Gedanken und Gefühlen einzunehmen und deren Qualität zu erkennen. In meinen Sitzungen erlebe ich immer wieder, wie schnell sich über diese Übung, ein neuer Blickwinkel auf ein Thema ergeben kann. Gedanken, Gefühle und Körper sprechen mit uns, aber es sollten nicht die Instanzen sein, die uns kontrollieren oder bestimmen, wo es lang geht.

Wie funktioniert das nun mit dem Beobachter? 

Für einen leichten Einstieg verwende ich gerne ein Bild: Stelle dir einfach vor, du bist ein Lehrer, stehst vor deiner Klasse und möchtest eine Klassenreise machen. Du bist ganz offen und hast keine Vorstellung, wohin es gehen soll. Du teilst den Kindern in der Klasse mit, dass sie eine Klassenreise planen dürfen. Nun schenkst du allen Kindern in der Klasse dein Gehör.

  • Was sagen die Kinder?
  • In welchem Ton sagen sie es?
  • Welches Gefühl hast du beim Zuhören?
  • Wie fühlt sich dein Körper in diesem Moment an?

Denke daran, dass alle Stimmen gleichberechtigt sind. Keine Gewichtung, keine Bewertung. Wende dich allen zu:

  • den Raufbolden und Unruhestiftern
  • den Ruhigen und kaum Hörbaren
  • den Unsicheren und Klagenden
  • den Fröhlichen und Lästernden

Nimm dir Zeit, lausche auf die Stimmen und nimm wahr. Jetzt ist dein Beobachter aktiv.

Deine Stimme bewusst wahrnehmen

Über den Beobachter gibst du deinen Stimmen und damit Körper, Geist und Seele Raum. Am Anfang sind einige Stimmen sicherlich lauter und dominanter als andere. Aber mit der Zeit hörst du auch die leiseren. Alle Stimmen gehören zu dir und möchten gehört werden. Deine Gedanken und dein Verstand repräsentieren den materiellen Teil in dir, das Ego. Der geistige, feinstoffliche Teil, der in dir wohnt, teilt sich über deinen inneren Raum, deinen Körper und deine Empfindungen mit. Beide Instanzen – Ego und Seele – sind ganz unterschiedliche Charaktere.

Das Ego – das Grösste und Fassbare

Das Ego fühlt sich pudelwohl hier auf der Erde. Es vergleicht, bewertet, klassifiziert, misst und erlaubt uns, alles Fassbare mit dem Verstand zu begreifen. Es baut Gedankenstrukturen und Systeme auf, funktioniert analytisch, zielstrebig und linear. Seine Lieblingsbeschäftigungen sind zu wissen, besser zu werden, abzugrenzen und auf Fehler zu zeigen.

Die Seele – die Weite und Unbegreifliche

Die Seele ist schwerelos, nicht messbar und von unbegreiflicher Ausdehnung. Sie liebt Freiheit und Harmonie und akzeptiert alles, so wie es ist. Sie macht sich keinen Kopf und beschäftigt sich lieber mit Visionen, Träumen und Bildern. Sie ist unglaublich neugierig und trägt alle Möglichkeiten dieser Welt in sich. Wenn sie unzufrieden ist, spricht sie über unseren Körper mit uns. Dann macht sie auf sich aufmerksam.

Denken und Fühlen in Einklang bringen

Ohne Ego schaffen wir es nicht durch unseren Alltag. Ohne Fühlen und Achtsamkeit uns selbst gegenüber, wissen wir nicht, wo es eigentlich lang gehen soll in unserem Leben. Meist kontrolliert uns das Ego über Denkmuster: „So geht das nicht.“ „Das kann ich aber nicht.“ „Jetzt geht das nicht, vielleicht später.“ Und schon lassen wir unseren Traum verpuffen. Die Magie liegt jedoch in der Umkehrung. Wahre Träume und Visionen geben uns Kraft, Richtung und Lebenssinn, denn sie kommen aus unserer Tiefe. Es geht darum, sie auf die Erde zu bringen und umzusetzen, damit wir mit uns im Einklang sind.

Und nun viel Spass beim Ausprobieren! Integriere den Beobachter in deinen Alltag und du wirst überrascht sein, wie du Klarheit gewinnst. Entscheidungen fallen dann viel leichter.

 

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